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Klapptische Rechteck

Kategorie Klapptische Rechteck

Zur Beachtung bei Großmengen von Klapptischen Rechteck

Die Planung, Ausschreibung und Genehmigung von Tischordnungen in Versammlungsstätten wie Festsälen, Mehrzweckhallen, Festzelten oder Zirkuszelten stellt Architekten, Baubehörden und die Bauaufsicht vor komplexe Aufgaben. Um baurechtliche Verstöße, Haftungsrisiken und Nutzungsuntersagungen zu vermeiden, müssen bei der Objektmöblierung für Festsaal und Großraummöblierungen strenge gesetzliche Vorgaben bezüglich Brandschutz, Paniksicherheit und mechanischer Festigkeit eingehalten werden.

Für die korrekte und effiziente Planung im Bestuhlungsplan sind standardisierte Abmessungen rechteckiger Klapptische unerlässlich. Die gängigsten Tischgrößen im Eventbereich orientieren sich an der optimalen Platzausnutzung pro Person. Ein Klapptisch im Standardmaß 120x80 cm bietet Platz für 4 Personen (2 pro Längsseite) und eignet sich ideal für kompakte Raumkonzepte oder Seminare. Für größere Bankette und Festzelte hat sich das Maß 180x80 cm als Industriebstandard etabliert, da es komfortabel Platz für 6 Personen bietet. Bei reiner Seminarbestuhlung, bei der Personen nur auf einer Seite sitzen, werden häufig schmalere Tische im Format 140x50 cm oder 180x50 cm eingesetzt. Um Barrierefreiheit zu garantieren, müssen zudem rollstuhlgerechte Tische eingeplant werden, die eine lichte Unterfläche von mindestens 80 cm Breite und eine Unterfahrhöhe von mindestens 70 cm bei einer Gesamthöhe von 74 bis 76 cm aufweisen.

Vorschriften zur Standsicherheit und Paniksicherheit

Ein zentraler Aspekt ist die gesetzliche Pflicht zur Gewährleistung freier Fluchtwege gemäß VstättVO. Werden rechteckige Klapptische in Reihen aufgestellt, müssen sie so standsicher und standsicher gekoppelt sein, dass sie von Besuchern nicht verschoben oder umgestoßen werden können. Im Falle einer Evakuierung oder Panik dürfen lose Tische die Fluchtwege nicht blockieren. Gefordert wird eine paniksichere Tischaufstellung laut Vorschrift, was bedeutet, dass sich eine Tischreihe bei Druckbelastung nicht in sich verschiebt. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine formschlüssige Tischverbindung nach VstättVO, sofern Tische direkt an Fluchtwegen grenzen. Integrierte Tischverbinder aus Metall bieten hierbei die höchste Sicherheit im Eventbereich und minimieren Aufstellzeiten. Lose Systeme erfüllen die behördlichen Anforderungen bei Großveranstaltungen meist nicht.

Brandschutz und Zertifizierungen

Der vorbeugende Brandschutz ist für Bauaufsichten das kritischste Prüfkriterium. Sämtliche eingesetzten Möbel müssen schwerentflammbar sein. Als Nachweis gilt das nationale DIN 4102 B1 Zertifikat für Klapptische oder die europäische Norm DIN EN 13501-1 für das Merkmal schwerentflammbar. Für die Tischplatten und Kanten ist zudem die Widerstandsfähigkeit gegen glimmende Zigaretten und Hitze relevant. In sensiblen Bereichen wie Nottreppenhäusern, die als Rettungswege dienen, kann eine komplett nichtbrennbare Möblierung gefordert werden. Die Zertifikate müssen für den gesamten Klapptisch im Verbund aus Platte, Kante und Untergestell gültig sein. Nachträgliche Imprägnierungen mit Brandschutzsprays werden von der Bauaufsicht bei der Bauabnahme abgelehnt.

Mechanische Festigkeit und Materialausführungen

Um Personenschäden durch Materialversagen zu verhindern, müssen rechteckige Klapptische für Schwerlast im gewerblichen Bereich der DIN EN 15372 entsprechen. Diese Norm prüft Möbel auf Festigkeit, Dauerhaltbarkeit und Sicherheit von Tischen im Nicht-Wohnbereich. Für Event- und Großraummöblierungen sollte die Zertifizierung DIN EN 15372 Prüfstufe 3 für den harten Objektbereich vorliegen. Der Klappmechanismus muss verschleißfrei sein und über eine integrierte Stapelsicherung verfügen.

Hinsichtlich der Materialausführung haben sich zwei Varianten etabliert. Ein Stahlrohrgestell als Objektmöbel bietet hohe Verwindungssteifigkeit und Kippsicherheit, die Wandstärke des Stahls sollte mindestens 1,5 mm betragen. Ein Aluminiumgestell im Event-Einsatz reduziert das Gewicht, wodurch der Auf- und Abbau beschleunigt wird. Die Wandstärke beim Aluminiumgestell muss jedoch mindestens 2,0 mm aufweisen und im Gelenkbereich durch massive Stahleinlagen verstärkt sein. Die Oberflächen sollten pulverbeschichtet oder verchromt sein, um dem harten Transportalltag standzuhalten.

Prüfung bei der Bauabnahme

Bei der behördlichen Bauabnahme vor einer Veranstaltung kontrolliert die Bauaufsicht den physischen Zustand der Möblierung, die Einhaltung des genehmigten Tisch- und Bestuhlungsplans, das lückenlose Einrasten der Klappgelenksicherungen sowie die Gültigkeit der Brandschutzzeugnisse im Original. Architekten und Betreiber sollten diese Dokumente bereits in der Ausschreibungsphase vom Hersteller einfordern, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.